Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt jeder Einzelne - auch Sie!


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Aktion 2015


Wir, die IK13c waren von dem Vortrag über die DKMS von Frau Müller sehr berührt und wollten natürlich auch Helfen. Also veranstalteten wir am 27. März 2015 eine Küchenbasar wo wir für die DKMS 180 Euro einnahmen.
Zum dritten Mal fand an unserem BSZ ein Großaufruf für alle Schüler, Auszubildende und Lehrkräfte für die lebensrettende Typisierung potenzieller Stammzellspender gemeinsam mit der DKMS statt.
Leukämie stoppen und den erkrankten Menschen die Hoffnung auf weiteres Leben zu geben, ist das hohe Ziel dieser Aktionen, denn häufig besteht für Menschen, die an schwerwiegenden Erkrankungen des Blut bildenden Systems leiden, die einzige Überlebenschance in der Transplantation von Blutstammzellen eines Spenders.
Die Schüler, die zu einer Aufnahme in die DKMS bereit waren, mussten in diesem Jahr keine Blutentnahme fürchten. Nach dem Motto "Mund auf gegen Blutkrebs" entnahmen sie sich mithilfe zweier Wattestäbchen einen Abstrich der Wangenschleimhaut. Diese Proben werden derzeit im Dresdner DKMS-Labor typisiert, so dass die Gewebemerkmale der potenziellen Spender weltweit allen Transplantationseinheiten zur Verfügung stehen.
Frau Müller, amtierende Fachleiterin in unserer Berufsschule, organisierte federführend mit ungebrochenem Engagement in der Hauptstelle und Außenstelle unserer Schule zahlreiche Informationsveranstaltungen für die Schüler und Auszubildenden. Eine gut durchdachte Terminschiene zum Durchführen der Typisierung, bewegende Gespräche mit den Jugendlichen und Erwachsenen sowie eine perfekte Koordination mit der DKMS brachten bei unserer Schülerklientel eine noch nicht da gewesene Typisierungsbereitschaft hervor.
Bereits in den vergangenen Typisierungsaktionen 2009 und 2012 ließen sich jeweils 315 bzw. 296 in die Datei aufnehmen. In diesem Jahr aber erzielten wir einen Teilnehmerrekord von 350 Schülern und Auszubildenden. Wir möchten uns auf diesem Wege bei Frau Müller, bei Kollegen, den Schülern und Auszubildenden bedanken, die aktiv diese Typisierung unterstützt haben.

Herr Rockel

Statistisch gesehen lautet alle 45 Minuten für einen Menschen in Deutschland die Diagnose "Leukämie". Ohne medizinische Behandlung führt diese Krankheit immer zum Tode. Häufig gelingt es zwar, Patienten durch eine Chemotherapie zu heilen - doch nicht immer. Dann ist die Übertragung gesunder Stammzellen die letzte Chance, das Leben des Patienten zu retten. Nur für rund ein Drittel dieser Leukämie-Patienten kann ein geeigneter Spender innerhalb der eigenen Familie gefunden werden. Für alle anderen hängt das Überleben davon ab, ob sich ein Fremder bereit erklärt, Stammzellen zu spenden. Da jeder Mensch ganz individuelle Gewebemerkmale hat, ist es sehr schwer, den passenden Spender zu finden. Eine Übereinstimmung dieser Merkmale kommt nur sehr selten vor, ist aber Voraussetzung für eine erfolgreiche Transplantation.

Weltweit eingerichtete Dateien helfen dabei, schnell einen geeigneten Spender zu finden. Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH wurde 1991 aus einer privaten Initiative gegründet und hat sich mit heute über 4,9 Millionen registrierten Spendern zur weltweit größten Datei entwickelt. Durchschnittlich erhalten jeden Tag mindestens vierzehn Patienten Stammzellen von Spendern aus der DKMS. Und dies sind nicht nur Menschen, die an einer Leukämie erkrankt sind. Auch Menschen, die an malignen Lymphomen, oft als Lymphdrüsenkrebs bezeichnet, an X-SCID (Severe Combined Immunodeficiency) oder dem Wiskott-Aldrich-Syndrom leiden, werden häufig mittels Stammzelltransplantation behandelt. Trotz positiver Entwicklung der Anzahl potenzieller Spender kann für jeden fünften Patienten ohne passenden Familienspender kein geeigneter Fremdspender gefunden werden. Deshalb ist es Ziel der DKMS, die Datei kontinuierlich auszubauen. Dabei ist die Aufnahme jüngerer Spender besonders wichtig, werden sie doch von den Transplanteuren bevorzugt, da bei ihnen eine geringe Wahrscheinlichkeit von Abstoßreaktionen erwartet wird und sie bis zum alters- oder krankheitsbedingten Ausschluss relativ lang für Patienten verfügbar sind.

Im März 2009 und im März 2012 war es schließlich in unserer Schule soweit. Fünf Milliliter Blut und etwas Mut genügten, um sich dem Kreis potentieller Stammzellspender anzuschließen. Unterstützt vom Malteser Hilfsdienst e.V. Dresden wurden bei beiden Aktionen 606 Schüler in die DKMS aufgenommen. 16 dieser Schüler leisteten bereits eine Stammzellspende und vielleicht bekommt der eine oder andere weitere ehemalige Schüler irgendwann in seinem Leben auch die Chance, das Leben eines Menschen zu retten.

Bei diesen beiden erfolgreichen Typisierungsaktionen wollen wir es natürlich nicht belassen! Auf geht's in die dritte Runde! Vom 11. bis 19. März 2015 haben Sie in einer dritten Typisierungsaktion erneut die Chance, sich an unserer Schule als potenzieller Stammzellspender in die DKMS aufnehmen zu lassen. Sie werden durch Informationsmaterial, das in der Schule aushängt und ausliegt sowie durch Vorträge im Februar und März ausführlich darüber informiert. Wer bis dahin nicht warten möchte, kann sich in den Berichten über unsere ersten Aktionen und natürlich auf den Seiten der DKMS zum Thema belesen. Sie können sich bei Fragen natürlich auch gern an mich wenden (Zimmer 213 in der Hauptstelle; per E-Mail an kirstin.mueller@zeigner-schule.de oder durch das Hinterlassen einer Nachricht im Sekretariat der Haupt- oder Außenstelle).

Kirstin Müller

P.S Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht in die DKMS aufgenommen werden kann, muss nicht untätig bleiben: Tragen Sie die Botschaft, wie wichtig es ist, neue Stammzellspender zu gewinnen, in Ihre Familien und Freundeskreise und begeistern Sie so auch weitere Menschen für eine Typisierung! (Dies gilt natürlich auch für Schüler, die sich registrieren lassen können.)


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